„Erfunden“ wurde das Bläserquintett in der Besetzung Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott um 1817 von dem Beethoven-Freund Anton Reicha in Paris. Franz Danzi hat es als erster nach Deutschland importiert. Recht schnell konnte sich diese Besetzung im Musikleben etablieren, was sicher auch an den vielfältigen farblichen Nuancierungsmöglichkeiten dieses Bläsersatzes und der damit verbundene großen Ausdrucksgestaltung lag. Dennoch unterlag die Beliebtheit auch Schwankungen: In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Werke, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden nur noch vereinzelte Holzbläserquintette komponiert, bevor dann im Lauf des 20. Jahrhunderts die Gattung wieder vermehrt aufgegriffen wurde. Bis heute ist das klassische Bläserquintett ähnlich dem Streichquartett bis in die zeitgenössische Musik hinein populär.